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EU-Förderprogramm

Eurostars

Eurostars (Teil des EUREKA-Netzwerks) fördert forschende KMU, die gemeinsam mit Partnern in anderen Mitgliedsländern F&E-Projekte durchführen.

Förderquote und Voraussetzungen

Nächster Einreichungsstichtag: 10. September 2026, 14:00 Uhr MEZ. Eurostars kennt zwei feste Stichtage pro Jahr (Frühjahr und Herbst).

Der zweistufige Bewertungsprozess

Zunächst prüfen das EUREKA-Sekretariat und die beteiligten nationalen Förderagenturen, ob der Antrag die formalen Voraussetzungen erfüllt — etwa Konsortialstruktur, Budgetverteilung und Antragsberechtigung. Anschließend erfolgt die inhaltliche Begutachtung, die insgesamt rund drei Monate dauert. Antragstellende positiv bewerteter Projekte, für die Fördermittel verfügbar sind, werden aufgefordert, innerhalb von zwei Wochen einen nationalen Förderantrag bei der zuständigen Stelle einzureichen — in Deutschland beim DLR Projektträger. Die eigentliche Förderung erfolgt dann aus nationalen Mitteln nach den jeweiligen deutschen Förderregeln, nicht direkt aus einem EU-Fördertopf.

Typischer Anwendungsfall

Ein deutsches KMU aus der Sensorik entwickelt gemeinsam mit einem spanischen Partnerunternehmen ein neues Messverfahren, bei dem beide Seiten jeweils einen unabhängigen technischen Beitrag leisten. Das deutsche Unternehmen koordiniert das Konsortium, erfüllt die Mindestanforderung von 10 % F&E-Personal- bzw. Umsatzanteil und erhält für seinen Projektanteil bis zu 50 % Förderung aus deutschen Mitteln — während der spanische Partner parallel einen eigenen nationalen Förderantrag nach spanischen Regeln stellt.

Angaben ohne Gewähr, Stand Juli 2026 — maßgeblich sind die offiziellen Angaben des EUREKA/Eurostars-Programms unter eurekanetwork.org.

Bild folgt

Internationales Konsortium/Kooperationsgrafik mit mehreren Ländern.

Häufige Fragen

Warum sollte ich als deutsches KMU ein europäisches Kooperationsprogramm einem rein nationalen vorziehen?
Eurostars eröffnet Zugang zu Technologiepartnern, Marktkenntnis und Vertriebswegen in anderen europäischen Ländern, die über eine rein nationale Förderung wie ZIM strukturell nicht erreichbar sind, selbst wenn ZIM ebenfalls internationale Kooperationen zulässt. Ein internationales Konsortium erlaubt es zudem, Entwicklungsaufwand und Risiko zwischen mehreren spezialisierten Partnern aufzuteilen, wodurch technisch anspruchsvollere Vorhaben realisierbar werden, als es ein einzelnes Unternehmen allein stemmen könnte. Der europäische Blickwinkel ist darüber hinaus für Innovationen mit internationalem Marktpotenzial oft ohnehin die realistischere strategische Ausrichtung, da viele Technologiemärkte längst nicht mehr an nationalen Grenzen enden. Die Entscheidung für Eurostars ist deshalb selten eine reine Förderfrage, sondern zugleich eine strategische Weichenstellung für die internationale Ausrichtung des eigenen Innovationsvorhabens.
Was unterscheidet Eurostars strukturell von anderen EU-Programmen wie Horizon Europe?
Anders als bei klassischen Horizon-Europe-Verbundprojekten, bei denen die Förderung zentral aus dem EU-Haushalt über die Europäische Kommission erfolgt, wird Eurostars über nationale Fördermittel finanziert, die von den beteiligten Ländern gebündelt bereitgestellt werden — jeder nationale Partner erhält seine Förderung nach den jeweiligen nationalen Regeln durch die eigene Bewilligungsstelle. Das bedeutet für ein deutsches Unternehmen konkret, dass die Förderung durch den DLR Projektträger nach deutschen Förderregeln erfolgt, auch wenn die inhaltliche Begutachtung zentral über das EUREKA-Sekretariat läuft. Zudem ist Eurostars explizit auf innovative KMU als Konsortialführer ausgerichtet — Forschungsinstitute können nicht als Koordinator auftreten —, während Horizon Europe deutlich größere Konsortien mit Forschungseinrichtungen als typischen Leadpartnern zulässt. Diese hybride Struktur aus europäischer Begutachtung und nationaler Förderung macht Eurostars besonders zugänglich für KMU, die noch keine Erfahrung mit direkter EU-Förderung haben.
Wie finde ich geeignete internationale Partner für ein Eurostars-Konsortium?
Die Partnersuche sollte inhaltlich beginnen, nicht formal: Zunächst muss geklärt werden, welche technische Kompetenz im eigenen Unternehmen fehlt und welches Land oder welche Institution diese Lücke komplementär schließen könnte, statt einen Partner allein aufgrund von Verfügbarkeit auszuwählen. Das EUREKA-Netzwerk selbst sowie die nationalen Kontaktstellen der beteiligten Länder bieten strukturierte Partnersuch-Tools und -Veranstaltungen an, über die sich passende Unternehmen mit komplementärer Expertise identifizieren lassen. Wichtig ist dabei, frühzeitig die formalen Vorgaben im Blick zu behalten — mindestens zwei unabhängige Partner aus mindestens zwei Eurostars-Ländern, mindestens 50 % Budgetanteil bei KMU, kein Partner oder Land über 70 % Budgetanteil —, da diese Struktur bereits die Auswahlmöglichkeiten einschränkt. Eine belastbare Konsortialstruktur mit klar komplementären, nicht überlappenden Kompetenzen der Partner erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit bei der inhaltlichen Begutachtung erheblich.
Was bedeutet die 10-%-Regel für FuE-Personal oder -Umsatz konkret für die Antragsberechtigung?
Das antragstellende KMU muss nachweisen, dass mindestens 10 % des Personals in Forschung und Entwicklung tätig sind oder alternativ mindestens 10 % des Jahresumsatzes in FuE-Aktivitäten investiert werden — diese Anforderung soll sicherstellen, dass ausschließlich Unternehmen mit einer tatsächlich substanziellen, nicht nur punktuellen Forschungstätigkeit gefördert werden. Für kleinere Unternehmen mit wenigen, aber vollständig auf Entwicklung fokussierten Mitarbeitenden lässt sich dieser Schwellenwert häufig unproblematisch über die Personalquote erfüllen, während umsatzstärkere Unternehmen mit einer kleineren, aber dedizierten FuE-Abteilung eher über die Umsatzquote argumentieren. Der Nachweis muss im Antrag nachvollziehbar dokumentiert werden, üblicherweise über die letzten abgeschlossenen Geschäftsjahre, weshalb eine saubere interne Zuordnung von FuE-bezogenem Personal und Budget bereits im Vorfeld der Antragstellung hilfreich ist. Unternehmen, die diese Schwelle knapp verfehlen, sollten prüfen, ob sich durch eine klarere interne Abgrenzung forschungsnaher Tätigkeiten der Nachweis dennoch führen lässt.
Wie läuft der zweistufige Bewertungsprozess ab, und wie lange dauert er insgesamt?
Zunächst prüfen das EUREKA-Sekretariat gemeinsam mit den beteiligten nationalen Förderagenturen die formale Zulässigkeit des Antrags — Konsortialstruktur, Budgetverteilung zwischen den Partnern und grundsätzliche Antragsberechtigung jedes einzelnen Partners. Erst danach folgt die inhaltliche Begutachtung des eigentlichen Forschungs- und Entwicklungsvorhabens, wobei der gesamte Prozess von Einreichung bis Förderentscheidung insgesamt rund drei Monate in Anspruch nimmt. Positiv bewertete Konsortien mit verfügbaren Fördermitteln werden anschließend aufgefordert, innerhalb von nur zwei Wochen den jeweiligen nationalen Förderantrag bei der zuständigen Stelle einzureichen — in Deutschland beim DLR Projektträger —, was eine bereits parallel zur europäischen Begutachtung vorbereitete nationale Antragsdokumentation erfordert. Wer diese enge Zwei-Wochen-Frist unterschätzt, riskiert trotz positiver inhaltlicher Bewertung einen Verlust der Fördermittel durch verspätete nationale Antragstellung.
Was passiert, wenn ein internationaler Partner in seinem Heimatland keine Förderung erhält?
Da jeder nationale Partner sein eigenes Länderverfahren durchläuft, kann es vorkommen, dass ein Partner aufgrund national begrenzter Fördermittel oder abweichender nationaler Bewertungskriterien keine Förderung erhält, obwohl das Gesamtkonsortium bei der europäischen Begutachtung positiv bewertet wurde. In einem solchen Fall muss geprüft werden, ob das Projekt mit reduziertem Konsortium und angepasster Aufgabenteilung weitergeführt werden kann, oder ob der fehlende Partner durch einen anderen ersetzt werden muss, was in der Regel eine erneute Antragsprüfung nach sich zieht. Diese Abhängigkeit von mehreren nationalen Fördertöpfen gleichzeitig ist ein spezifisches Risiko internationaler Kooperationsprojekte, das bei der Konsortialplanung von Beginn an mitgedacht werden sollte, etwa durch realistische Erwartungen an das verfügbare nationale Budget jedes Partners. Eine frühzeitige Abstimmung mit den nationalen Förderagenturen aller Partnerländer über die grundsätzliche Verfügbarkeit von Fördermitteln reduziert dieses Risiko bereits im Vorfeld erheblich.
Warum liegt die Verantwortung für die Antragsqualität besonders stark beim koordinierenden KMU?
Da Eurostars explizit vorschreibt, dass ein innovatives KMU und kein Forschungsinstitut das Konsortium koordiniert, trägt das koordinierende Unternehmen die zentrale Verantwortung für die Kohärenz des Gesamtantrags, obwohl die inhaltliche Substanz aus mehreren, teils kulturell und organisatorisch unterschiedlichen Partnerorganisationen zusammengeführt werden muss. Diese Koordinationsrolle erfordert neben der fachlichen Kompetenz auch Erfahrung im internationalen Projektmanagement, da Kommunikation, Zeitzonenunterschiede und unterschiedliche nationale Verwaltungsanforderungen den Antragsprozess zusätzlich komplex machen. Ein professionell koordiniertes Konsortium mit klar dokumentierten Zuständigkeiten und einer stringenten Gesamtargumentation hebt sich bei der Begutachtung deutlich von lose zusammengestellten Partnerschaften ab, bei denen die einzelnen Beiträge unverbunden nebeneinanderstehen. Diese Koordinationsverantwortung sollte bei der Wahl des koordinierenden Unternehmens von vornherein realistisch eingeschätzt werden, da sie über die reine fachliche Eignung hinausgeht.
Warum lohnt sich die Unterstützung durch ClausiusAI speziell bei international koordinierten Vorhaben wie Eurostars?
Internationale Konsortialprojekte erfordern eine Antragsdramaturgie, die sowohl die europäische Begutachtungslogik des EUREKA-Sekretariats als auch die spezifischen nationalen Anforderungen jedes beteiligten Landes gleichzeitig bedient — eine Komplexität, die weit über die eines rein nationalen Antrags hinausgeht. ClausiusAI unterstützt dabei, die Aufgabenteilung im Konsortium klar und nachvollziehbar darzustellen, die formalen Budgetvorgaben (KMU-Anteil, Ländergrenzen) durchgängig einzuhalten und die enge Zwei-Wochen-Frist zwischen europäischer Zusage und nationaler Antragstellung durch vorbereitete Unterlagen sicher zu bewältigen. Besonders wertvoll ist dabei die Erfahrung im Umgang mit dem DLR Projektträger als deutscher Bewilligungsstelle, da die nationale Förderentscheidung letztlich nach deutschen Regeln getroffen wird, auch wenn das Konsortium international zusammengesetzt ist. Diese doppelte Expertise in europäischer Konsortialführung und deutscher Förderpraxis reduziert das Risiko formaler Fehler an der Schnittstelle beider Ebenen erheblich.
Wie unterstützt ClausiusAI konkret bei der Konsortialstruktur und Budgetaufteilung?
ClausiusAI prüft frühzeitig, ob die geplante Partnerkonstellation die formalen Eurostars-Vorgaben erfüllt — mindestens zwei unabhängige Partner aus mindestens zwei Ländern, mindestens 50 % KMU-Budgetanteil, keine Partei über 70 % Budgetanteil — und zeigt auf, wo Anpassungen nötig sind, bevor Zeit in eine später formal unzulässige Konstellation investiert wird. Darüber hinaus wird die inhaltliche Aufgabenteilung zwischen den Partnern so aufbereitet, dass die Komplementarität der Beiträge für die Gutachter unmittelbar erkennbar ist, statt implizit vorausgesetzt zu werden. Bei der Budgetplanung wird zudem darauf geachtet, dass die deutschen Fördersätze und -grenzen — maximal 50 % Förderung, maximal 500.000 € für alle deutschen Partner zusammen — realistisch in die Gesamtkalkulation des internationalen Projekts eingebunden werden. So entsteht ein Antrag, der sowohl der europäischen Begutachtungslogik als auch den deutschen Förderregeln gerecht wird.
Kann Eurostars mit einer parallelen nationalen Förderung wie der Forschungszulage kombiniert werden?
Eine direkte Kombination innerhalb desselben Vorhabens ist nicht vorgesehen, da die im Rahmen von Eurostars geförderten Kosten nicht zusätzlich über die Forschungszulage steuerlich begünstigt werden können, wenn sie bereits Gegenstand der Eurostars-Förderung sind — eine doppelte Förderung derselben Kosten ist beihilferechtlich ausgeschlossen. Möglich ist hingegen, dass ein Unternehmen parallel unterschiedliche Vorhaben verfolgt, von denen eines über Eurostars international und ein anderes über die Forschungszulage national gefördert wird, sofern es sich um klar abgrenzbare Projekte mit eigenständigen Kostenstrukturen handelt. Bei einem umfangreicheren Innovationsvorhaben mit mehreren Teilprojekten lohnt sich deshalb eine bewusste strategische Aufteilung, welcher Teilbereich sich für die internationale Kooperationsförderung eignet und welcher eigenständig national vorangetrieben werden sollte. Diese Aufteilung sollte bereits in der Projektplanungsphase erfolgen, um spätere Abgrenzungsprobleme bei der Kostenzuordnung zu vermeiden.

Eurostars mit ClausiusAI beantragen

Ein Eurostars-Antrag braucht ein passendes internationales Konsortium und eine klare Budgetaufteilung nach den Programmregeln. ClausiusAI unterstützt bei der Antragsstruktur und der Partnerdarstellung.

  • Schnellere Antragstellung

    Der Antrag wird strukturiert vorbereitet, statt bei null anzufangen.

  • Strukturierter Prozess

    Alle Angaben, Dokumente und offenen Punkte in einem gemeinsamen Online-Kooperationstool statt verstreuten E-Mails und Dateien.

  • Belastbarer Antragsinhalt

    Ihr Unternehmenskontext und der wissenschaftlich-technische Hintergrund fließen in den Antrag ein, statt einer generischen Vorlage.

  • Passende Fördersumme

    Förderfähige Kostenarten werden systematisch geprüft, statt Positionen zu übersehen.

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