Vergleich
EIC Accelerator vs. Horizon Europe
Der EIC Accelerator ist formal Teil von Horizon Europe, unterscheidet sich aber in Zielgruppe und Prozess fundamental von den klassischen Konsortialprojekten in Säule 2 — ein Unterschied, der über die passende Antragsstrategie entscheidet.
| EIC Accelerator | Horizon Europe (Säule 2) | |
|---|---|---|
| Antragstellerstruktur | Einzelunternehmen | Konsortium, mindestens drei Partner aus drei Ländern |
| Reifegrad | Marktnah, skalierungsreif | Forschungsnah bis anwendungsnah, je nach Cluster |
| Förderquote | Bis 70 % Zuschuss, optional Eigenkapital bis 10 Mio. € | Bis 100 % bei Research and Innovation Actions |
| Verfahren | Dreistufig: Kurzantrag, Vollantrag, Jury-Interview | Einstufig, Bewertung nach Excellence, Impact, Implementation |
| Erfolgsquote | Unter 5 % über alle Stufen | Variiert stark je Call und Cluster |
Wann welches Instrument passt
Der EIC Accelerator eignet sich für einzelne, hochinnovative Unternehmen mit marktnahem, skalierungsreifem Vorhaben und Kapitalbedarf für die Wachstumsphase. Horizon Europe in Säule 2 eignet sich demgegenüber für Vorhaben mit noch stärker forschungsorientiertem Charakter, bei denen eine internationale Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen oder Industriepartnern inhaltlich sinnvoll oder notwendig ist. Ein Unternehmen mit einem noch forschungsintensiven, kollaborativen Vorhaben ist in einem thematischen Cluster meist besser aufgehoben, ein Unternehmen mit bereits marktreifem Skalierungsvorhaben eher beim EIC Accelerator.
Warum die Wahl auch eine Frage der Risikobereitschaft ist
Der EIC Accelerator ist mit einer Erfolgsquote von unter 5 % über alle drei Stufen eines der wettbewerbsintensivsten Förderinstrumente überhaupt, verspricht aber im Erfolgsfall ein hohes, flexibel einsetzbares Fördervolumen inklusive optionaler Eigenkapitalbeteiligung. Horizon-Europe-Konsortialprojekte in Säule 2 haben je nach Cluster und Call sehr unterschiedliche Erfolgsquoten, erfordern aber einen deutlich höheren Koordinationsaufwand für die Konsortialbildung. Diese Abwägung zwischen Erfolgswahrscheinlichkeit, Aufwand und potenziellem Fördervolumen sollte bewusst getroffen werden, nicht allein anhand der grundsätzlichen thematischen Passung.
Häufige Fragen zu diesem Vergleich
Kann ich mich gleichzeitig für den EIC Accelerator und ein Horizon-Europe-Konsortialprojekt bewerben?
Was, wenn mein Vorhaben zwischen forschungsnah und marktnah liegt und ich mir bei der Wahl unsicher bin?
Warum ist die Erfolgsquote beim EIC Accelerator so viel niedriger als bei vielen Horizon-Europe-Calls?
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Schnellere Antragstellung
Der Antrag wird strukturiert vorbereitet, statt bei null anzufangen.
Strukturierter Prozess
Alle Angaben, Dokumente und offenen Punkte in einem gemeinsamen Online-Kooperationstool statt verstreuten E-Mails und Dateien.
Belastbarer Antragsinhalt
Ihr Unternehmenskontext und der wissenschaftlich-technische Hintergrund fließen in den Antrag ein, statt einer generischen Vorlage.
Passende Fördersumme
Förderfähige Kostenarten werden systematisch geprüft, statt Positionen zu übersehen.
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