Förderprogramm Deutschland
EXIST
EXIST fördert technologieorientierte und wissensbasierte Ausgründungen aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das Programm hat zwei Förderlinien mit unterschiedlichem Zuschnitt.
EXIST-Gründungsstipendium
Sichert Gründerteams den Lebensunterhalt und Sachmittel während der Vorbereitung einer Unternehmensgründung.
- — Promovierte: 3.000 €/Monat, Hochschulabsolventen: 2.500 €/Monat
- — Teammitglieder mit abgeschlossener Berufsausbildung: 2.000 €/Monat
- — Studierende (Master): 1.000 €/Monat, zzgl. 150 €/Monat Kinderzuschlag
- — Sachausgaben-Budget bis 30.000 € pro Vorhaben
- — Gründungsnetzwerk-Pauschale bis 10.000 €
- — Antrag erfolgt über eine Hochschule oder Forschungseinrichtung, keine feste Deadline
Auswahlkriterien und Erfolgsquote
Der Projektträger bewertet Anträge anhand mehrerer Kriterien: Die Gründungsidee muss einen hohen Innovationsgrad mit erkennbarem Alleinstellungsmerkmal aufweisen und technologieorientiert oder wissensbasiert sein. Wichtig ist zudem der Bezug zur Hochschule oder Forschungseinrichtung — die Idee sollte etwa aus einer Abschluss- oder Promotionsarbeit hervorgegangen sein. Ergänzend werden realistische Marktchancen und eine belastbare wirtschaftliche Erfolgsaussicht erwartet. Abgelehnte Anträge erhalten eine detaillierte Begründung und können nach Weiterentwicklung des Ideenpapiers erneut eingereicht werden. Laut dem Monitoringbericht zum EXIST-Gründungsstipendium führen rund 85 % der geförderten Vorhaben tatsächlich zu einer Unternehmensgründung — ein vergleichsweise hoher Wert für ein wettbewerbliches Förderprogramm.
EXIST-Forschungstransfer
Für technisch besonders risikoreiche und aufwendige Entwicklungsarbeiten aus der Hochschule — z.B. Energie-, Umwelt-, Bio- und optische Technologie, Material-, Mikrosystem- und Medizintechnik oder innovative IT/Kommunikationstechnologie.
- — Fördervolumen bis zu 430.000 € über 36 Monate, in zwei Phasen
- — Phase I: bis 250.000 € Sachausgaben, max. 18 Monate
- — Phase II: bis 180.000 € für die Nachgründungsphase
- — Antrag durch die Hochschule/Forschungseinrichtung, max. drei Forschende plus eine Person mit betriebswirtschaftlicher Kompetenz
Der Übergang von Phase I zu Phase II ist an einen Zwischenbericht geknüpft, der den erreichten technischen Entwicklungsstand und die Fortschritte bei der Vorbereitung der Ausgründung dokumentiert — Phase II wird nicht automatisch bewilligt, sondern erneut anhand des Entwicklungsstands geprüft.
Typischer Anwendungsfall
Ein promovierter Materialwissenschaftler entwickelt während seiner Promotion ein neues Verfahren zur Batteriezell-Fertigung. Mit dem Gründungsstipendium sichert er zunächst ein Jahr lang seinen Lebensunterhalt, während er gemeinsam mit zwei weiteren Teammitgliedern das Geschäftsmodell und die Marktchancen ausarbeitet. Stellt sich heraus, dass die eigentliche Fertigungstechnologie noch einen erheblichen, risikoreichen Entwicklungsaufwand erfordert, kann anschließend der EXIST-Forschungstransfer die technische Weiterentwicklung bis zur Ausgründung finanzieren — die beiden Förderlinien greifen so typischerweise nacheinander statt isoliert.
Angaben ohne Gewähr, Stand Juli 2026 — maßgeblich sind die offiziellen Angaben unter exist.de.
Bild folgt
Gründerteam im Labor oder an der Hochschule, passend zum EXIST-Zielbild.
Häufige Fragen
Kann ich EXIST auch beantragen, wenn ich nicht mehr an der Hochschule eingeschrieben bin?
Muss das gesamte Gründerteam von derselben Hochschule kommen?
Was passiert mit dem Stipendium, wenn die Gründung am Ende doch nicht zustande kommt?
Kann ich während des Gründungsstipendiums bereits erste Umsätze mit der neuen Geschäftsidee erzielen?
Was, wenn meine Geschäftsidee nicht direkt aus einer Abschluss- oder Promotionsarbeit stammt?
Wie unterscheidet sich EXIST-Forschungstransfer von einer klassischen ZIM-Förderung für dasselbe Vorhaben?
Was passiert, wenn der Zwischenbericht zwischen Phase I und Phase II negativ ausfällt?
Wie unterstützt ClausiusAI bei einem EXIST-Antrag, wenn der Antrag offiziell über die Hochschule läuft?
Hilft ClausiusAI auch beim Übergang von EXIST zu einem regulären Förderprogramm nach der Gründung?
Wie realistisch sind die genannten 85 % Gründungsquote für mein eigenes Vorhaben?
EXIST mit ClausiusAI beantragen
ClausiusAI unterstützt Gründerteams dabei, das Vorhaben förderfähig zu strukturieren und den Antrag gemeinsam mit der Hochschule vorzubereiten.
Schnellere Antragstellung
Der Antrag wird strukturiert vorbereitet, statt bei null anzufangen.
Strukturierter Prozess
Alle Angaben, Dokumente und offenen Punkte in einem gemeinsamen Online-Kooperationstool statt verstreuten E-Mails und Dateien.
Belastbarer Antragsinhalt
Ihr Unternehmenskontext und der wissenschaftlich-technische Hintergrund fließen in den Antrag ein, statt einer generischen Vorlage.
Passende Fördersumme
Förderfähige Kostenarten werden systematisch geprüft, statt Positionen zu übersehen.
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