Fallbeispiel · Tendenziell Routine
Standardintegration eines bestehenden Sprachmodells über eine API
Dieses Beispiel beschreibt ein typisches, generisches technisches Muster — keinen realen Kundenfall — zur Veranschaulichung der Förderlogik bei KI-Vorhaben.
Ausgangslage
Ein Softwareunternehmen möchte einen Kundenservice-Chatbot anbieten und bindet dafür ein bereits am Markt verfügbares, vortrainiertes Sprachmodell über dessen Standardschnittstelle ein. Die Integration umfasst die Anbindung an das bestehende Ticketsystem, die Formulierung von Prompt-Vorlagen und die Anpassung des Antwortverhaltens über Konfigurationsparameter — ein eigenes Training oder eine strukturelle Anpassung des Modells selbst findet nicht statt.
Warum das tendenziell nicht förderfähig ist
Die grundsätzliche technische Machbarkeit einer solchen Integration ist bereits durch die Dokumentation des Modellanbieters und zahlreiche vergleichbare Implementierungen belegt — es besteht kein offenes technisches Risiko im förderrechtlichen Sinne, da der Ausgang der Integration von Beginn an feststand. Prompt-Engineering und Konfigurationsarbeit sind zwar aufwendig, gehören aber zum bereits verfügbaren Stand der Technik, sodass der geforderte Neuheitsgrad fehlt. Entscheidend ist dabei nicht der Schwierigkeitsgrad der Integration aus Sicht des Unternehmens, sondern die objektive Neuheit gegenüber bereits verfügbaren Lösungen.
Was stattdessen infrage kommt
Für ein solches Vorhaben eignet sich eher eine investive Betrachtung, etwa im Rahmen allgemeiner Digitalisierungsmaßnahmen, statt einer FuE-Förderung. Enthält das Vorhaben darüber hinaus einen eigenständigen Entwicklungsanteil — etwa ein wesentliches Nachtrainieren des Modells für einen bislang ungelösten Anwendungsfall —, kann dieser Anteil separat förderfähig sein. Mehr zur grundsätzlichen Abgrenzung auf der Themenseite KI und Software und Digitalisierung.
Zum Vergleich: das Gegenstück
Würde dasselbe Unternehmen stattdessen ein eigenes Modell für eine bislang ungelöste, spezifische Erkennungsaufgabe trainieren, läge in der Regel eine förderfähige Entwicklungstätigkeit vor — siehe das Gegenbeispiel KI-Modelltraining für Qualitätskontrolle in der Fertigung.
Häufige Fragen zu diesem Fallbeispiel
Ist Prompt-Engineering wirklich niemals förderfähig, obwohl es fachlich anspruchsvoll sein kann?
Was, wenn die Integration technisch sehr komplex ist, etwa durch viele Systemanbindungen?
Lohnt sich eine Förderfähigkeitsprüfung trotzdem, wenn das Vorhaben auf den ersten Blick wie reine Integration wirkt?
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Schnellere Antragstellung
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Passende Fördersumme
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Fallbeispiele aus der Praxis
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