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Thema

Förderung für Software und Digitalisierung

Die Förderlandschaft für Digitalisierungsprojekte hat sich zuletzt spürbar verändert: Das frühere Förderprogramm go-digital ist Anfang 2025 ausgelaufen. Wer heute ein Softwareentwicklungs- oder Digitalisierungsvorhaben fördern lassen will, braucht daher einen etwas anderen Blick auf die verfügbaren Instrumente.

Was heute an die Stelle von go-digital tritt

Die vom Bund geförderten Mittelstand-Digital Zentren bieten seither kostenlose, herstellerneutrale Beratung zu Digitalisierung, KI und IT-Sicherheit an — inklusive eines KI-Trainer-Programms mit mehrtägiger Vor-Ort-Begleitung. Das ist allerdings eine Beratungsleistung, keine finanzielle Förderung. Wer tatsächlich Fördermittel für ein Digitalisierungsprojekt mit eigenem Entwicklungsanteil benötigt, findet diese heute vor allem über technologieoffene Programme.

Relevante Förderprogramme

Typische Anwendungsfälle

Förderfähig sind etwa die Entwicklung eigener Plattformen und Schnittstellen, die Digitalisierung analoger Geschäftsprozesse mit neu entwickelter Software, IT-Sicherheitslösungen mit eigenem Forschungsanteil sowie die Integration von KI-Komponenten in bestehende Systemlandschaften. Reine Lizenzkäufe oder die Einführung von Standardsoftware ohne Eigenentwicklung zählen dagegen nicht als förderfähiges Vorhaben.

Drei Projektklassen

ProjektklasseBeispielFörderfähigkeit
Software-FuEEigene Algorithmen, neue SystemarchitekturJa
Individuelle DigitalisierungEigenentwicklung zur ProzessdigitalisierungBedingt — abhängig vom Entwicklungsanteil
StandardimplementierungERP-/CRM-Einführung, Cloud-Migration ohne EigenentwicklungIn der Regel nicht

Agile Entwicklung dokumentieren

Agile Vorgehensweisen sind kein Hindernis für die Förderfähigkeit — entscheidend ist, dass sich aus Sprints, Backlogs oder Iterationen eine nachvollziehbare Forschungslogik ablesen lässt: welche technische Unsicherheit am Anfang stand und wie sie im Verlauf der Entwicklung adressiert wurde, statt einer reinen Feature-Liste.

Diese Seite ordnet Software- und Digitalisierungsvorhaben nach Projektart ein. Für eine Einordnung speziell nach Branche siehe Fördermittel für Softwareentwicklung — für Vorhaben mit KI-Schwerpunkt KI.

Bild folgt

Symbolbild Softwareentwicklung: Entwicklerteam oder Architekturdiagramm einer digitalen Plattform.

Angaben ohne Gewähr, Stand Juli 2026 — maßgeblich sind die Förderrichtlinien der jeweiligen Programme.

Häufige Fragen

Warum reicht der Verweis auf go-digital in vielen Recherchen noch immer nicht als aktuelle Information?
go-digital war über Jahre eines der bekanntesten Digitalisierungsförderprogramme und ist entsprechend tief in älteren Ratgebern, Beraterprofilen und Suchmaschinenergebnissen verankert, obwohl das Programm zum Jahresende 2024 eingestellt wurde. Wer sich auf ältere Informationsquellen verlässt, läuft deshalb Gefahr, Zeit in die Vorbereitung eines Antrags zu investieren, der gar nicht mehr gestellt werden kann, was insbesondere bei fristsensiblen Digitalisierungsvorhaben zu vermeidbarem Zeitverlust führt. Die aktuelle Förderlandschaft für Digitalisierungsprojekte hat sich strukturell verschoben: von einem dedizierten Digitalisierungsprogramm hin zu einer Kombination aus kostenloser Beratung durch die Mittelstand-Digital Zentren und technologieoffener FuE-Förderung für Vorhaben mit echtem Entwicklungsanteil. Eine Recherche zu Digitalisierungsförderung sollte deshalb immer das Ausstellungsdatum der Quelle kritisch prüfen.
Wie unterscheide ich zuverlässig zwischen den drei Projektklassen Software-FuE, individueller Digitalisierung und Standardimplementierung?
Software-FuE liegt vor, wenn eigene Algorithmen oder eine neue Systemarchitektur entwickelt werden, für die es noch keine etablierte Lösung gibt — hier ist die Förderfähigkeit in der Regel klar gegeben. Individuelle Digitalisierung, etwa eine Eigenentwicklung zur Prozessdigitalisierung, ist demgegenüber nur bedingt förderfähig und hängt entscheidend davon ab, wie hoch der tatsächliche Entwicklungsanteil im Verhältnis zur Anpassung bestehender Bausteine ist. Eine reine Standardimplementierung wie eine ERP- oder CRM-Einführung beziehungsweise eine Cloud-Migration ohne Eigenentwicklung fällt in der Regel vollständig aus dem Raster der FuE-Förderung heraus, da hier keine technische Unsicherheit im eigentlichen Sinne besteht. Bei der Selbsteinschätzung hilft die Frage, ob das Projekt am Ende zu einer für den Markt oder das Unternehmen neuen technischen Lösung führt, oder ob lediglich bereits verfügbare Standardkomponenten eingeführt und konfiguriert werden.
Was mache ich, wenn mein Digitalisierungsvorhaben zwischen den Projektklassen liegt, etwa bei individueller Anpassung einer Standardsoftware?
Diese Mischformen sind in der Praxis der Regelfall, nicht die Ausnahme — viele Digitalisierungsprojekte kombinieren die Einführung einer Standardsoftware mit individuell entwickelten Erweiterungen, Schnittstellen oder Anpassungen an unternehmensspezifische Prozesse. Entscheidend für die Förderfähigkeit ist dabei nicht das Gesamtprojekt, sondern eine saubere Abgrenzung der einzelnen Kostenpositionen: Der Anteil, der auf echte Eigenentwicklung entfällt, kann grundsätzlich förderfähig sein, während der Anteil für Lizenzkosten und Standardkonfiguration typischerweise nicht förderfähig ist. Diese Abgrenzung sollte bereits in der Projektplanung und Kostenkalkulation angelegt werden, da eine nachträgliche Aufteilung deutlich schwieriger und weniger überzeugend ist als eine von Anfang an getrennt geführte Kostenstruktur. Eine fachkundige Vorabprüfung kann hier erheblichen wirtschaftlichen Mehrwert schaffen, da sie verhindert, dass ein grundsätzlich teilweise förderfähiges Projekt komplett als nicht förderfähig eingestuft wird.
Warum ist agile Entwicklung kein Hindernis für die Förderfähigkeit, obwohl sie weniger linear dokumentiert ist als klassische Wasserfallprojekte?
Agile Entwicklung mit Sprints, Backlogs und iterativen Releases ist heute der Standard in der Softwareentwicklung und wird von Fördergutachtern entsprechend als normale Vorgehensweise akzeptiert, solange sich aus der agilen Dokumentation dieselbe Forschungslogik ablesen lässt, die bei einem klassischen Wasserfallprojekt in einem linearen Projektplan sichtbar wäre. Entscheidend ist, dass aus Sprint-Zielen, Backlog-Einträgen und Retrospektiven nachvollziehbar wird, welche technische Unsicherheit zu Beginn eines Sprints bestand und wie sie im Verlauf adressiert oder gegebenenfalls nicht gelöst wurde, statt einer reinen Feature-Liste abgearbeiteter Aufgaben. Teams, die agil arbeiten, sollten deshalb bewusst zusätzlich zur ohnehin geführten Projektdokumentation eine forschungslogische Perspektive einziehen, etwa durch kurze Vermerke zu offenen technischen Fragestellungen bei der Sprint-Planung. Diese zusätzliche Dokumentationsebene lässt sich mit geringem Mehraufwand in bestehende agile Prozesse integrieren, ohne die eigentliche Entwicklungsmethodik zu verändern.
Wie kombiniere ich ZIM, Forschungszulage und EXIST sinnvoll für ein Digitalisierungsvorhaben?
ZIM eignet sich für die Entwicklung eigener Softwarelösungen mit klarem technologischem Innovationsgehalt und laufender Antragstellung, während die Forschungszulage als planbare, kontinuierliche Förderung der Personalkosten der Softwareentwicklung unabhängig von Wettbewerbslage und Antragsstopps genutzt werden kann — beide Instrumente lassen sich unter Beachtung der beihilferechtlichen Grenzen häufig parallel für unterschiedliche Kostenanteile desselben oder verschiedener Vorhaben nutzen. EXIST ist demgegenüber ausschließlich für Software-Ausgründungen aus Hochschulen relevant und kommt nur infrage, wenn das Vorhaben tatsächlich im Rahmen einer Hochschulausgründung entsteht, nicht für bereits etablierte Unternehmen. Für ein etabliertes Unternehmen mit einem umfangreicheren Digitalisierungsvorhaben ist deshalb typischerweise die Kombination aus ZIM für das Kernprojekt und Forschungszulage für begleitende Entwicklungskapazitäten die wirtschaftlich sinnvollste Strategie. Diese Kombination sollte von Beginn an mitgedacht werden, statt die Instrumente nacheinander und unkoordiniert zu beantragen.
Sind die Mittelstand-Digital Zentren eine vollwertige Alternative zur früheren go-digital-Förderung?
Nein, die Mittelstand-Digital Zentren bieten kostenlose, herstellerneutrale Beratung zu Digitalisierung, KI und IT-Sicherheit an, ersetzen aber keine finanzielle Förderung, wie sie go-digital in Form von Zuschüssen zur Beratungsleistung bereitgestellt hat. Diese Beratung ist wertvoll, um ein Digitalisierungsvorhaben inhaltlich zu schärfen und den tatsächlichen Entwicklungsbedarf zu identifizieren, deckt aber nicht die Kosten der eigentlichen Umsetzung oder Entwicklung ab. Für Unternehmen, die früher auf go-digital für die Finanzierung externer Beratungsleistungen gesetzt haben, bedeutet das eine Neuausrichtung: Die Beratung selbst ist heute kostenlos verfügbar, die Finanzierung der anschließenden Umsetzung muss aber über andere Instrumente wie ZIM oder Forschungszulage erfolgen, sofern ein förderfähiger Entwicklungsanteil vorliegt. Diese Zweiteilung aus kostenloser Beratung und separater Umsetzungsförderung ist strukturell anders als das frühere, integrierte go-digital-Modell.
Welche Rolle spielt IT-Sicherheit bei der Förderfähigkeit von Digitalisierungsvorhaben?
IT-Sicherheitslösungen können förderfähig sein, wenn sie einen eigenen Forschungsanteil enthalten, etwa die Entwicklung neuartiger Verschlüsselungsverfahren, eigener Anomalieerkennung oder spezifischer Abwehrmechanismen für bislang nicht adressierte Bedrohungsszenarien, nicht aber der Einkauf und die Konfiguration bereits am Markt verfügbarer Sicherheitssoftware. Da IT-Sicherheit oft als Querschnittsthema in größere Digitalisierungsvorhaben eingebettet ist, lohnt sich eine gesonderte Betrachtung, ob der Sicherheitsaspekt des Projekts eigenständig einen förderfähigen Entwicklungsanteil enthält, auch wenn das Gesamtprojekt primär anders ausgerichtet ist. Diese gesonderte Betrachtung kann insbesondere bei Unternehmen mit hohen regulatorischen Anforderungen, etwa in kritischer Infrastruktur oder im Gesundheitswesen, zu zusätzlichen förderfähigen Kostenpositionen führen, die bei einer oberflächlichen Gesamtbetrachtung des Digitalisierungsprojekts übersehen würden. Eine differenzierte Kostenaufstellung nach Funktionsbereichen ist deshalb auch bei IT-Sicherheitskomponenten empfehlenswert.
Warum ist eine aktuelle, kompetente Beratung gerade nach dem Auslaufen eines bekannten Programms wie go-digital besonders wertvoll?
Nach dem Auslaufen eines etablierten Programms wie go-digital verändert sich die Förderlandschaft für die betroffene Zielgruppe grundlegend, und viele Unternehmen sowie auch nicht spezialisierte Berater orientieren sich noch längere Zeit an der alten, nicht mehr gültigen Förderlogik, was zu Fehleinschätzungen führt. ClausiusAI hält die zugrundeliegende Programmdatenbank kontinuierlich aktuell und erkennt automatisch, wenn ein Programm ausläuft oder ein neues Nachfolgeinstrument eingeführt wird, sodass Empfehlungen stets den tatsächlich verfügbaren Förderweg widerspiegeln, nicht einen historisch bekannten, aber nicht mehr existierenden. Gerade in einer Übergangsphase wie der aktuellen, in der sich Digitalisierungsförderung neu strukturiert, ist diese Aktualität ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gegenüber einer Recherche auf Basis veralteter Informationsquellen. Diese Aktualität verbindet ClausiusAI mit der inhaltlichen Tiefe, den tatsächlichen Entwicklungsanteil eines Digitalisierungsvorhabens korrekt einzuschätzen.
Wie unterstützt ClausiusAI konkret bei der Abgrenzung zwischen förderfähiger Eigenentwicklung und nicht förderfähiger Standardimplementierung?
ClausiusAI analysiert die geplante oder laufende Kostenstruktur eines Digitalisierungsvorhabens systematisch entlang der drei Projektklassen Software-FuE, individuelle Digitalisierung und Standardimplementierung und zeigt transparent auf, welche Kostenpositionen jeweils förderfähig sind. Diese Analyse berücksichtigt auch Mischformen, bei denen ein Projekt sowohl Standardkomponenten als auch individuelle Erweiterungen enthält, und schlägt eine saubere, dokumentierbare Trennung der Kostenanteile vor, bevor der Antrag gestellt wird. Anschließend wird geprüft, welches Förderprogramm — ZIM, Forschungszulage oder bei Hochschulausgründungen EXIST — am besten zum identifizierten förderfähigen Anteil und zur zeitlichen Dringlichkeit des Vorhabens passt. So entsteht eine belastbare, auf die tatsächliche Kostenstruktur zugeschnittene Förderstrategie, statt einer pauschalen Einschätzung des Gesamtprojekts.
Was, wenn mein Digitalisierungsvorhaben mit KI-Komponenten verzahnt ist — welche Seite ist dann relevanter?
Digitalisierungs- und KI-Themen überschneiden sich in der Praxis häufig, etwa wenn eine neu entwickelte Softwareplattform KI-gestützte Funktionen integriert, weshalb sich eine strikte Trennung beider Themen selten sauber durchhalten lässt. In solchen Fällen lohnt sich die parallele Konsultation der Themenseite KI, da dort die spezifische Abgrenzung zwischen förderfähiger Modellentwicklung und nicht förderfähiger Standardintegration vertieft behandelt wird, während diese Seite den breiteren Digitalisierungskontext und die Post-go-digital-Förderlandschaft abdeckt. Für die Antragstellung selbst ist letztlich nicht die thematische Zuordnung entscheidend, sondern eine vollständige, saubere Kostenaufstellung, die sowohl den Softwareentwicklungs- als auch den KI-Anteil des Vorhabens erfasst. Der Fördercheck berücksichtigt beide Dimensionen ohnehin gleichzeitig und schlägt die passenden Programme unabhängig von einer vorherigen thematischen Selbstzuordnung vor.

Digitalisierungsvorhaben mit ClausiusAI fördern lassen

ClausiusAI zeigt, welches Programm nach dem Auslaufen von go-digital zu Ihrem Digitalisierungsvorhaben passt, und arbeitet den förderfähigen Entwicklungsanteil heraus.

  • Schnellere Antragstellung

    Der Antrag wird strukturiert vorbereitet, statt bei null anzufangen.

  • Strukturierter Prozess

    Alle Angaben, Dokumente und offenen Punkte in einem gemeinsamen Online-Kooperationstool statt verstreuten E-Mails und Dateien.

  • Belastbarer Antragsinhalt

    Ihr Unternehmenskontext und der wissenschaftlich-technische Hintergrund fließen in den Antrag ein, statt einer generischen Vorlage.

  • Passende Fördersumme

    Förderfähige Kostenarten werden systematisch geprüft, statt Positionen zu übersehen.

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