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Branche

Fördermittel für zivile Sicherheitsforschung

ClausiusAI unterstützt Unternehmen bei zivilen Sicherheits- und Dual-Use-Technologien — etwa Krisenkommunikation, Katastrophenschutz, IT-Sicherheit oder Schutzsysteme für kritische Infrastruktur. Die relevanten deutschen und europäischen Förderprogramme sind bewusst zivil ausgerichtet: Horizon Europe und der EIC Accelerator schließen Forschung, die ausschließlich militärischen Zwecken dient, aus ihrem Förderrahmen aus.

Passende Förderprogramme und Themen

Zentrales Instrument ist das ressortübergreifende Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ des Bundes, das innovative Lösungen zur Sicherheit von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft fördert und dabei ausdrücklich die Balance zwischen ziviler Sicherheit und Freiheit wahrt. Anträge werden im „Modul Unternehmen“ oder „Modul Anwender“ eingereicht, mit Stichtagen jeweils zum 1. März und 1. September. Ergänzend eignen sich ZIM für technologieoffene Entwicklungsprojekte und die Forschungszulage für die laufenden Entwicklungspersonalkosten. Vertiefend relevant: die Themenseite Innovationsförderung.

Förderfähig oder Routine?

Tendenziell förderfähig

  • Neue Erkennungs- oder Resilienzkonzepte mit ziviler Zweckbestimmung
  • Schutzkonzepte mit offenem technischen Ausgang

Tendenziell nicht förderfähig

  • Beschaffung bestehender Sicherheitstechnik ohne Entwicklungsanteil

Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmen, das ein System zur Früherkennung von Cyberangriffen auf kritische Infrastruktur oder eine resilientere Kommunikationslösung für den Katastrophenschutz entwickelt, kann dieses Vorhaben über das Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ einreichen.

Historische Gravur-Illustration im ClausiusAI-Stil: mittig Rudolf Clausius im Porträt, umgeben von Flugzeug, Aufklärungsdrohne, Radaranlage, Schiffen und einem Fahrzeug mit globaler Vernetzung — Symbolbild für zivile Sicherheitsforschung und Dual-Use-Technologien.

Angaben ohne Gewähr, Stand Juli 2026 — maßgeblich sind die offiziellen Angaben des BMFTR. ClausiusAI unterstützt ausschließlich Vorhaben mit ziviler Zweckbestimmung, siehe unsere Werte.

Häufige Fragen

Warum unterstützt ClausiusAI ausschließlich zivile Sicherheitsforschung und keine militärischen Vorhaben?
Diese Ausrichtung folgt einer bewussten unternehmerischen Wertentscheidung von ClausiusAI, die sich auch in der geförderten Programmlandschaft selbst widerspiegelt: Zentrale europäische Innovationsprogramme wie Horizon Europe und der EIC Accelerator schließen Forschung, die ausschließlich militärischen Zwecken dient, explizit aus ihrem Förderrahmen aus, während zivile Sicherheitsforschung als eigenständiger, förderpolitisch klar abgegrenzter Bereich behandelt wird. Diese Trennung ermöglicht es, Technologien zu fördern, die dem Schutz von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft dienen, ohne dabei die Grenze zu unmittelbar militärischer Anwendung zu überschreiten. Für Unternehmen mit Dual-Use-Technologien bedeutet das, dass eine sorgfältige Prüfung der konkreten Zweckbestimmung eines Vorhabens erforderlich ist, um die passende, zivil ausgerichtete Förderung zu identifizieren. Mehr zur grundsätzlichen Haltung von ClausiusAI findet sich unter unseren Werten.
Was genau bedeutet „Dual-Use-Technologie“, und wie wird die zivile Zweckbestimmung im Förderkontext geprüft?
Dual-Use-Technologien sind Technologien, die sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind, etwa bestimmte Kommunikations-, Sensorik- oder Verschlüsselungstechnologien, deren Förderfähigkeit im Rahmen ziviler Sicherheitsprogramme maßgeblich von der konkreten, im Antrag dargelegten Zweckbestimmung des Vorhabens abhängt, nicht von der theoretischen Übertragbarkeit der Technologie auf andere Anwendungsfelder. Das Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ prüft entsprechend, ob das konkrete Vorhaben auf den Schutz von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft vor zivilen Bedrohungen wie Naturkatastrophen, Kriminalität oder Cyberangriffen ausgerichtet ist, nicht auf eine militärische Anwendung. Für Unternehmen mit potenziell dual-use-fähigen Technologien ist deshalb eine klare, im Antrag nachvollziehbare Darstellung der zivilen Zweckbestimmung besonders wichtig. Diese Zweckbestimmung sollte bereits bei der Projektkonzeption bewusst mitgedacht werden, nicht erst nachträglich für den Antrag konstruiert werden.
Wie unterscheide ich zwischen dem „Modul Unternehmen“ und dem „Modul Anwender“ im Rahmenprogramm?
Das Modul Unternehmen richtet sich an Unternehmen, die selbst innovative Sicherheitslösungen entwickeln und als antragstellende, technisch entwickelnde Partei auftreten, während das Modul Anwender eher Institutionen und Organisationen adressiert, die als spätere Nutzer von Sicherheitslösungen fungieren und deren praktische Anforderungen in die Entwicklung einfließen sollen. Für ein technologieentwickelndes Unternehmen ist deshalb in aller Regel das Modul Unternehmen der passende Antragsweg, während das Modul Anwender eher für Behörden, Rettungsdienste oder Betreiber kritischer Infrastruktur relevant ist, die als Bedarfsträger in ein Forschungsvorhaben eingebunden werden. Viele erfolgreiche Vorhaben kombinieren beide Perspektiven in einem Konsortium, bei dem ein Unternehmen die technische Entwicklung übernimmt und ein Anwendungspartner die praxisnahe Validierung und den späteren Einsatz sicherstellt. Diese Kombination stärkt die Praxisrelevanz des Vorhabens und wird von der Begutachtung entsprechend positiv bewertet.
Warum sind die Einreichungsfristen zum 1. März und 1. September für die Projektplanung besonders wichtig?
Das Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ arbeitet mit zwei festen jährlichen Einreichungsstichtagen, was im Vergleich zu laufend antragsfähigen Programmen wie ZIM eine striktere zeitliche Planung erfordert, da ein verpasster Stichtag eine Wartezeit von bis zu sechs Monaten bis zur nächsten Einreichungsmöglichkeit bedeutet. Diese Fristenge erfordert, dass die inhaltliche Konzeption des Vorhabens sowie eine etwaige Konsortialbildung mit Anwendungspartnern bereits deutlich vor dem jeweiligen Stichtag abgeschlossen sind, da eine überstürzte Antragstellung kurz vor Fristablauf selten die notwendige inhaltliche Tiefe erreicht. Wer ein Vorhaben mit ziviler Sicherheitsrelevanz plant, sollte deshalb frühzeitig prüfen, welcher der beiden Stichtage realistisch erreichbar ist, und die Vorbereitungszeit entsprechend einplanen. Diese vorausschauende Planung ist besonders wichtig, da Sicherheitsforschungsvorhaben aufgrund ihrer oft komplexen Anwendungsbezüge eine gründliche Konzeptionsphase benötigen.
Wie unterscheide ich, ob mein Sicherheitsvorhaben eher zum Rahmenprogramm oder zu ZIM passt?
Das Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ eignet sich für Vorhaben mit einem klaren, spezifischen Sicherheitsbezug, etwa Krisenkommunikation, Katastrophenschutz oder Schutzsysteme für kritische Infrastruktur, bei denen die spezialisierte Begutachtung und der Anwendungsbezug zu Behörden oder Betreibern kritischer Infrastruktur einen echten Mehrwert bieten. ZIM eignet sich demgegenüber für technologieoffene Entwicklungsprojekte mit Sicherheitsbezug, die keinen zwingenden Anwendungsbezug zu staatlichen oder institutionellen Bedarfsträgern haben, etwa eine allgemeine IT-Sicherheitslösung für Unternehmen ohne spezifischen Bezug zu kritischer Infrastruktur, verbunden mit dem Vorteil einer laufenden Antragstellung ohne feste Stichtage. Diese Entscheidung sollte anhand des konkreten Anwendungskontexts getroffen werden: Steht ein staatlicher oder gesellschaftlicher Sicherheitsbezug im Vordergrund, ist das Rahmenprogramm die inhaltlich passendere Wahl; handelt es sich um eine allgemeinere technische Entwicklung, ist ZIM oft der pragmatischere Weg. Beide Programme lassen sich für unterschiedliche Vorhaben desselben Unternehmens auch parallel nutzen.
Welche Rolle spielt die Balance zwischen Sicherheit und Freiheit bei der Begutachtung von Sicherheitsforschungsvorhaben?
Das Rahmenprogramm wahrt ausdrücklich die Balance zwischen ziviler Sicherheit und Freiheit, was bedeutet, dass Vorhaben nicht allein anhand ihrer technischen Sicherheitswirkung bewertet werden, sondern auch daraufhin geprüft werden, ob sie gesellschaftliche Freiheitsrechte, etwa Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung, angemessen berücksichtigen. Für die Antragstellung bedeutet das, dass eine überzeugende Darstellung nicht nur die Sicherheitswirkung des Vorhabens beschreiben sollte, sondern auch, wie datenschutzrechtliche und gesellschaftliche Aspekte im Entwicklungsprozess mitgedacht werden, etwa durch Privacy-by-Design-Ansätze bei Überwachungs- oder Erkennungstechnologien. Diese Doppelperspektive unterscheidet die zivile Sicherheitsforschung von einer rein technisch-funktionalen Bewertung, wie sie bei anderen technologieoffenen Programmen üblich ist. Eine frühzeitige Auseinandersetzung mit dieser Balance im eigenen Vorhabenskonzept erhöht die Überzeugungskraft des Antrags erheblich.
Warum ist eine sorgfältige, dokumentierte Abgrenzung der zivilen Zweckbestimmung besonders wichtig für Dual-Use-Unternehmen?
Für Unternehmen, deren Technologie grundsätzlich sowohl zivil als auch militärisch nutzbar wäre, ist eine klare, im Antrag und in der Projektdokumentation nachvollziehbare Festlegung auf die zivile Zweckbestimmung nicht nur formal erforderlich, sondern auch strategisch wichtig, um die Förderfähigkeit im Rahmen ziviler Programme dauerhaft abzusichern. Diese Festlegung sollte sich nicht nur auf eine einmalige Erklärung im Antrag beschränken, sondern sich auch in der konkreten Ausgestaltung des Entwicklungsvorhabens widerspiegeln, etwa durch eine Fokussierung auf zivile Anwendungsszenarien in Tests und Validierungen. Eine unklare oder im Projektverlauf verwässerte Zweckbestimmung kann bei einer späteren Prüfung zu Problemen führen, selbst wenn die ursprüngliche Antragstellung formal korrekt war. Unternehmen mit Dual-Use-Potenzial sollten diese Abgrenzung deshalb als durchgehendes Prinzip über die gesamte Projektlaufzeit verstehen, nicht als einmalige administrative Formalität.
Wie unterstützt ClausiusAI Unternehmen dabei, ihre Sicherheitsvorhaben klar innerhalb der zivilen Förderlogik zu positionieren?
ClausiusAI prüft gemeinsam mit Ihnen, ob Ihr Vorhaben eine klare, überzeugende zivile Zweckbestimmung aufweist, die den Anforderungen des Rahmenprogramms „Forschung für die zivile Sicherheit“ oder alternativ einer technologieoffenen Förderung wie ZIM entspricht, und unterstützt dabei, diese Zweckbestimmung sowohl im Antrag als auch in der Projektkonzeption konsistent darzustellen. Diese Prüfung erfolgt im Einklang mit der grundsätzlichen Ausrichtung von ClausiusAI, ausschließlich Vorhaben mit ziviler Zweckbestimmung zu unterstützen, weshalb eine transparente Klärung dieser Frage bereits am Anfang der Zusammenarbeit steht. Bei Vorhaben mit einem Anwendungsbezug zu Behörden oder Betreibern kritischer Infrastruktur wird zusätzlich geprüft, ob eine Konsortialbildung über das Modul Anwender sinnvoll ist, um die Praxisrelevanz des Vorhabens zu stärken. So entsteht eine Förderstrategie, die sowohl inhaltlich überzeugt als auch den Wertegrundsätzen ziviler Sicherheitsforschung konsequent folgt.
Wie hilft ClausiusAI konkret bei der Entscheidung zwischen dem Rahmenprogramm und ZIM für ein ziviles Sicherheitsvorhaben?
ClausiusAI analysiert den konkreten Anwendungsbezug Ihres Vorhabens und prüft, ob ein spezifischer staatlicher oder gesellschaftlicher Sicherheitsbezug vorliegt, der für das spezialisierte Rahmenprogramm spricht, oder ob eine breitere, technologieoffene Entwicklung mit Sicherheitsbezug vorliegt, für die ZIM der pragmatischere Weg ist. Bei dieser Einordnung werden auch die festen Einreichungsfristen des Rahmenprogramms gegen die laufende Antragstellung bei ZIM abgewogen, um die für Ihre zeitliche Planung passendere Option zu identifizieren. Zusätzlich wird geprüft, ob eine Konsortialbildung mit einem Anwendungspartner über das Modul Anwender die Erfolgsaussichten und Praxisrelevanz Ihres Vorhabens stärken würde. Am Ende erhalten Sie eine auf Ihr konkretes Sicherheitsvorhaben zugeschnittene Förderempfehlung, die konsequent innerhalb der zivilen Förderlogik verankert bleibt.

Sicherheitsforschung mit ClausiusAI fördern lassen

ClausiusAI prüft, ob Ihr Vorhaben in das Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ oder in ein technologieoffenes Programm wie ZIM passt.

  • Schnellere Antragstellung

    Der Antrag wird strukturiert vorbereitet, statt bei null anzufangen.

  • Strukturierter Prozess

    Alle Angaben, Dokumente und offenen Punkte in einem gemeinsamen Online-Kooperationstool statt verstreuten E-Mails und Dateien.

  • Belastbarer Antragsinhalt

    Ihr Unternehmenskontext und der wissenschaftlich-technische Hintergrund fließen in den Antrag ein, statt einer generischen Vorlage.

  • Passende Fördersumme

    Förderfähige Kostenarten werden systematisch geprüft, statt Positionen zu übersehen.

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