Fallbeispiel · Tendenziell förderfähig
Grundlegend neue Softwarearchitektur mit technischem Neuheitsgehalt
Dieses Beispiel beschreibt ein typisches, generisches technisches Muster — keinen realen Kundenfall — zur Veranschaulichung der Förderlogik bei Softwarevorhaben.
Ausgangslage
Ein Softwareunternehmen stößt mit seiner bestehenden Systemarchitektur an Grenzen, sobald eine deutlich höhere Zahl gleichzeitiger Nutzer mit Echtzeitanforderungen bedient werden soll. Bereits verfügbare Architekturmuster lösen das Problem nicht zuverlässig, weshalb das Unternehmen eine grundlegend neue Systemarchitektur entwirft und prototypisch umsetzt, deren Skalierungsverhalten unter Last zu Beginn nicht sicher vorhersagbar ist.
Warum das tendenziell förderfähig ist
Zu Projektbeginn ist offen, ob die neu entworfene Architektur die geforderte Skalierbarkeit tatsächlich erreicht — dieses technische Risiko lässt sich erst durch Implementierung, Lasttests und iterative Anpassung auflösen. Da bereits am Markt verfügbare Architekturmuster für diesen spezifischen Anwendungsfall nachweislich nicht ausreichen, geht das Vorhaben über den Stand der Technik hinaus. Für den Antrag ist wichtig, konkret zu benennen, an welchen bestehenden Architekturansätzen die Anforderungen scheitern und welche neue technische Lösung dafür entwickelt wird — statt die Architektur nur allgemein als „modern“ oder „skalierbar“ zu beschreiben.
Passende Förderprogramme
Ein solches Vorhaben lässt sich in der Regel über ZIM fördern, ergänzt um die Forschungszulage für die laufenden Personalkosten der Architekturentwicklung. Mehr zur grundsätzlichen Abgrenzung auf der Themenseite Software und Digitalisierung.
Zum Vergleich: das Gegenstück
Würde dasselbe Unternehmen stattdessen ausschließlich bestehende Software warten und kleinere Anpassungen an der Benutzeroberfläche vornehmen, läge in der Regel keine förderfähige Entwicklungstätigkeit vor — siehe das Gegenbeispiel Routinemäßige Wartung, Bugfixing und UI-Anpassungen.
Häufige Fragen zu diesem Fallbeispiel
Reicht ein kompletter Rewrite eines bestehenden Systems für die Förderfähigkeit aus?
Muss die neue Architektur am Ende tatsächlich erfolgreich sein, um förderfähig zu bleiben?
Wie unterscheidet sich dieses Fallbeispiel von der allgemeinen Einordnung auf der Themenseite Software und Digitalisierung?
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Schnellere Antragstellung
Der Antrag wird strukturiert vorbereitet, statt bei null anzufangen.
Strukturierter Prozess
Alle Angaben, Dokumente und offenen Punkte in einem gemeinsamen Online-Kooperationstool statt verstreuten E-Mails und Dateien.
Belastbarer Antragsinhalt
Ihr Unternehmenskontext und der wissenschaftlich-technische Hintergrund fließen in den Antrag ein, statt einer generischen Vorlage.
Passende Fördersumme
Förderfähige Kostenarten werden systematisch geprüft, statt Positionen zu übersehen.
Fallbeispiele aus der Praxis
Tendenziell Routine
Standardintegration eines bestehenden Sprachmodells über eine API
Ein Chatbot auf Basis eines vortrainierten Sprachmodells ohne eigenes Training — ein typisches Beispiel für nicht förderfähige Standardanwendung.
Tendenziell Routine
Routinemäßige Wartung, Bugfixing und UI-Anpassungen
Laufende Pflege einer bestehenden Softwarelösung ohne neuen Entwicklungsanteil — ein typisches Beispiel für nicht förderfähige Routine.
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